Überblick
Der Naschmarkt ist Wiens berühmtester Freiluftmarkt und erstreckt sich etwa 500 Meter entlang der Wienzeile zwischen Karlsplatz und Kettenbrückengasse. Über 170 Stände, Geschäfte und Restaurants säumen beide Seiten des Marktes und verkaufen frisches Obst und Gemüse, Gewürze, Käse, Fleisch, Backwaren und zubereitete Speisen aus aller Welt. Der Markt ist seit dem 16. Jahrhundert in Betrieb und ein zentraler Bestandteil der Wiener Esskultur. Die Hauptgänge sind breit und flach, was den Markt für Rollstuhlfahrende zugänglich macht. An Samstagen kann es jedoch sehr voll werden, besonders wenn am südlichen Ende auch der Flohmarkt stattfindet.
Anreise
- U-Bahn: Kettenbrückengasse (U4) liegt direkt am südlichen Ende des Marktes und hat einen Aufzug. Karlsplatz (U1, U2, U4) befindet sich am nördlichen Ende und hat ebenfalls Aufzüge.
- Straßenbahn: Die Linien 1 und 62 halten nahe dem Karlsplatz, am nördlichen Ende des Marktes.
- Bus: Die Linie 59A hält entlang der Wienzeile nahe dem Markt.
- Zu Fuß aus dem Zentrum: Der Markt ist etwa 10 Minuten Rollzeit südlich der Oper auf flachen, gepflasterten Gehwegen.
Barrierefreiheit
- Der zentrale Hauptgang des Naschmarkts ist breit (etwa 4 bis 5 Meter) und mit flachen Oberflächen gepflastert, was eine bequeme Rollstuhlnavigation ermöglicht.
- Der Markt befindet sich komplett auf Straßenniveau ohne Stufen zwischen den Ständen.
- Die Theken der einzelnen Stände sind in der Regel auf Stehhöhe (etwa 100 bis 110 cm), was für einige Rollstuhlfahrende zu hoch sein kann, um alle Waren gut zu sehen. Das Personal an den meisten Ständen hilft gerne.
- Einige Seitengänge zwischen den Ständen sind schmal und können im Rollstuhl schwierig zu passieren sein, besonders bei viel Betrieb.
- Der Samstagsflohmarkt am südlichen Ende findet auf der gleichen flachen Fläche statt, zieht aber deutlich mehr Besucher an, was die Fortbewegung im Rollstuhl erschwert.
- Die Sitzbereiche der Restaurants am Rand des Marktes sind unterschiedlich zugänglich. Manche haben enge Tischabstände. Restaurants mit Außenterrassen auf der Wienzeile-Seite bieten in der Regel mehr Platz.
Besuchen Sie den Markt zwischen 9:00 und 11:00 Uhr an einem Werktag für die beste Rollstuhl-Erfahrung. Der Markt ist gut bestückt, aber noch nicht überfüllt, und Sie können sich frei zwischen den Ständen bewegen, ohne in engen Lücken stecken zu bleiben.
Barrierefreie Toiletten
Im Naschmarkt selbst gibt es keine eigenen barrierefreien öffentlichen Toiletten. Die besten Optionen sind:
- U-Bahn-Station Karlsplatz am nördlichen Ende mit öffentlichen Toilettenanlagen.
- U-Bahn-Station Kettenbrückengasse am südlichen Ende.
- Einige Restaurants im Markt haben Kundentoiletten, die Barrierefreiheit variiert jedoch. Fragen Sie vor der Bestellung, ob eine barrierefreie Toilette vorhanden ist.
Tipps für Besuchende
- Der Eintritt zum Markt ist frei. Sie zahlen nur für das, was Sie kaufen oder essen.
- Der Markt ist sonntags geschlossen, einige Restaurants am Rand können jedoch geöffnet sein.
- Die Preise sind in der Regel fest und ausgeschildert. Handeln ist an den Lebensmittelständen nicht üblich.
- Der Samstagsflohmarkt (6:00 bis 18:00 Uhr) am Kettenbrückengasse-Ende verkauft Antiquitäten, Kleidung und Kuriositäten. Er ist rollstuhlzugänglich, aber ab Mittag extrem voll.
- Viele Stände bieten Kostproben von Käse, Oliven und Trockenfrüchten an. Zögern Sie nicht zu fragen.
- Die nächsten barrierefreien Toiletten befinden sich an den U-Bahn-Stationen an beiden Enden des Marktes. Planen Sie entsprechend, bevor Sie den Markt betreten.
- Die Marktoberfläche kann bei Nässe rutschig sein. Seien Sie nach Regen besonders vorsichtig, vor allem in der Nähe der Fisch- und Gemüsestände, wo sich Wasser auf dem Boden sammeln kann.
- Für eine Mahlzeit im Sitzen bieten die Restaurants am nördlichen Ende (nahe Karlsplatz) in der Regel mehr Platz als die in der Mitte des Marktes.
- Das Secessionsgebäude (Wiener Secession) mit seiner goldenen Kuppel befindet sich am nördlichen Ende des Marktes, nur wenige Meter vom Karlsplatz entfernt. Es hat einen stufenfreien Zugang und ist einen kurzen Besuch wert, um den Beethovenfries von Gustav Klimt zu sehen.
- Im Winter ist der Markt bei jedem Wetter geöffnet. Überdachte Bereiche schützen einige Stände, aber ziehen Sie sich warm an, da der Großteil des Marktes im Freien liegt.
- Der Markt ist ein guter Ort für günstiges, zubereitetes Essen. Viele Stände verkaufen Falafel, Kebabs, Sushi und andere fertige Gerichte zu vernünftigen Preisen.
- Wenn Sie einen Elektrorollstuhl nutzen, bietet der Hauptgang auch zu mittleren Stoßzeiten genügend Breite. Manuelle Rollstuhlfahrende sollten zu Hauptverkehrszeiten eine Begleitperson mitnehmen.
- Straßenkünstler treten manchmal am Karlsplatz-Ende auf. Sie tragen zur Atmosphäre bei, können aber auch Engpässe im Gang verursachen. Fahren Sie in ruhigeren Zeiten vorbei, wenn dies ein Problem darstellt.
- Die Jugendstilgebäude von Otto Wagner (Majolikahaus und Medaillonhaus) säumen die Wienzeile oberhalb des Marktes und sind beim Durchrollen einen Blick nach oben wert.
- Bargeld ist an vielen Marktständen noch üblich, obwohl immer mehr Händler Kartenzahlung akzeptieren. Bringen Sie zur Sicherheit etwas Bargeld mit.
Praktische Informationen
- Adresse
- Wienzeile, 1060 Wien (erstreckt sich von Karlsplatz bis Kettenbrückengasse)
- Öffnungszeiten
- Mo-Fr 6:00-21:00 Uhr, Sa 6:00-18:00 Uhr. Sonntag geschlossen (Restaurants geöffnet).
- Eintritt
- Eintritt frei
- Webseite
- Offizielle Webseite
- Zuletzt überprüft
- März 2026 - Quelle: https://www.wien.info/en/dine-drink/markets/naschmarkt-353536
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