Überblick
Der Stephansdom ist das bekannteste Wahrzeichen Wiens und steht seit dem 12. Jahrhundert im Herzen der Stadt. Sein gotischer Südturm ragt 136 Meter über den Stephansplatz und ist damit der höchste Kirchturm Österreichs. Die Kathedrale zeichnet sich durch ein buntes, glasiertes Ziegeldach mit dem habsburgischen Doppeladler aus, das von Aussichtspunkten in der ganzen Stadt sichtbar ist. Im Inneren finden sich Kunstwerke aus Jahrhunderten, darunter eine geschnitzte Steinkanzel von Anton Pilgram, der Wiener Neustädter Altar und zahlreiche Seitenkapellen. Unter dem Kirchenschiff beherbergen die Katakomben Urnen mit den inneren Organen habsburgischer Herrscher.
Das Innere der Kathedrale ist für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer über das Riesentor an der Westfassade zugänglich. Breite Gänge und glatte Steinböden ermöglichen eine bequeme Fortbewegung im Rollstuhl auf der gesamten Erdgeschossebene. Mehrere wichtige Bereiche innerhalb des Komplexes sind jedoch nicht barrierefrei: der Südturm (343 Stufen, kein Aufzug), der Nordturm-Aufzug (zu schmal für Standard-Rollstühle mit nur 65 cm Türbreite, plus 12 Stufen zum Erreichen), die Katakomben (nur über Treppen) und die abendliche Dachführung. Der Eintritt in die Kathedrale ist für Besucherinnen und Besucher mit Behinderung und deren Begleitpersonen kostenlos.
Anreise
- U-Bahn: Station Stephansplatz (U1, U3) befindet sich direkt unter dem Domplatz. Die Station hat einen Aufzug zum Straßenniveau. Vom Aufzugsausgang ist der Eingang der Kathedrale weniger als 1 Minute Rollzeit über den Platz entfernt.
- Bus: Linien 1A und 3A halten am Stephansplatz.
- Barrierefreier Eingang: Das Riesentor an der Westfassade ist der Haupteingang und vollständig barrierefrei. Die Tür ist breit und die Schwelle ist ebenerdig. Ein kleiner Teil des Kathedraleninneren kann durch diesen Eingang kostenlos besichtigt werden.
Barrierefreiheit
- Das Hauptschiff und die Seitenschiffe haben glatte Steinböden und breite Durchgangswege. Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer können sich frei auf der Erdgeschossebene der Kathedrale bewegen.
- Die Domschatzkammer ist über einen Aufzug erreichbar und beherbergt religiöse Reliquien, liturgische Gewänder und Handschriften aus vergangenen Jahrhunderten.
- Behindertenparkplätze sind in der Singerstraße in kurzer Entfernung vom Domeingang verfügbar.
- Das Erdgeschoss bietet Blick auf die geschnitzte Kanzel, Seitenkapellen und den Hauptaltar. Die meisten wichtigen Kunstwerke der Kathedrale sind von der barrierefreien Erdgeschossroute aus sichtbar.
- Am Dom gibt es keinen Rollstuhlverleih. Bringen Sie Ihren eigenen Rollstuhl mit oder organisieren Sie eine Anmietung im Voraus über Ihr Hotel.
Der Südturm (343 Stufen, kein Aufzug), der Nordturm (Aufzugtürbreite nur 65 cm, plus 12 Stufen), die Katakomben und die abendliche Dachführung sind für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer nicht zugänglich. Diese Bereiche machen einen erheblichen Teil des Stephansdom-Erlebnisses aus.
Barrierefreie Toiletten
Barrierefreie Toiletten sind innerhalb des Domkomplexes vorhanden. Fragen Sie das Personal am Eingang nach dem Weg, da sich die Standorte während Renovierungsarbeiten ändern können. Öffentliche barrierefreie Toiletten befinden sich auch in der Stephansplatz-Unterführung mit Geschäften, die über einen Aufzug vom Straßenniveau erreichbar ist.
Tipps für Besucherinnen und Besucher mit Behinderung
- Der Eintritt ist für Besucherinnen und Besucher mit Behinderung und deren Begleitpersonen kostenlos. Bringen Sie Ihren Behindertenausweis mit.
- Der kleine Bereich direkt hinter dem Riesentor kann jederzeit während der Öffnungszeiten kostenlos besichtigt werden. Für die vollständige Innenbesichtigung ist ein Ticket erforderlich.
- Sonntagvormittage sind für Gottesdienste reserviert, sodass der touristische Zugang erst um 13:00 Uhr beginnt.
- Der Domplatz (Stephansplatz) ist mit flachem Stein gepflastert und gut mit dem Rollstuhl befahrbar. Mehrere Cafes rund um den Platz haben Außenplätze auf Straßenniveau.
- Den besten Blick auf das Äußere der Kathedrale hat man vom Stephansplatz selbst. Das bunte glasierte Ziegeldach mit dem habsburgischen Doppeladler ist am besten vom Stock-im-Eisen-Platz zu sehen, einer kurzen Rollstrecke südwestlich.
- Im Inneren sind die geschnitzte gotische Kanzel von Anton Pilgram (1515) und der Wiener Neustädter Altar die Höhepunkte, die von der Erdgeschossroute aus am besten zugänglich sind.
- Wenn Sie die Stadt von oben sehen möchten, empfiehlt sich das barrierefreie Riesenrad im Prater anstelle der Domtürme.
- Die Kathedrale ist ein aktiver Ort der Anbetung. Respektieren Sie laufende Gottesdienste und beachten Sie, dass Fotografieren zu bestimmten Zeiten eingeschränkt sein kann.
- Kombinieren Sie einen Besuch mit der nahe gelegenen Hofburg (10 Minuten Rollzeit) oder dem Albertina Museum (5 Minuten Rollzeit), die beide barrierefreien Zugang haben.
- Das Restaurant Figlmüller, bekannt für Wiener Schnitzel, ist 2 Minuten Rollzeit vom Dom entfernt in der Wollzeile. Der Speisesaal im Erdgeschoss ist barrierefrei.
- Das Gebiet rund um den Stephansplatz ist eine Fußgängerzone mit flachem Steinpflaster. Graben und Kohlmarkt, Wiens wichtigste Einkaufsstraßen, führen von hier zur Hofburg. Beide sind flach und rollstuhlfreundlich.
- Audio-Guides sind am Eingang für die kostenpflichtige Innenbesichtigung erhältlich. Sie funktionieren in Sitzhöhe.
- Der Dom ist kostenlos zu betreten für einen kurzen Blick durch das Riesentor. Der kostenpflichtige Bereich umfasst das gesamte Schiff, die Seitenschiffe und die Schatzkammer.
- Die abendliche Beleuchtung des Doms ist besonders eindrucksvoll. Das Gebiet um den Stephansplatz ist auch nach Einbruch der Dunkelheit sicher und gut beleuchtet.
- Für Fragen zur Barrierefreiheit kontaktieren Sie das Dombauvereinsbuero unter +43 1 515 52-3054.
- Das Haas-Haus gegenüber dem Dom hat ein Dachrestaurant (Do & Co) mit Panoramablick auf den Stephansdom. Das Gebäude hat einen Aufzug, klären Sie die Rollstuhlzugänglichkeit des Restaurants jedoch direkt ab.
- Der Stephansdom darf von außen frei fotografiert werden. Fotografieren im Inneren ist grundsätzlich ohne Blitz erlaubt.
- Die U-Bahn-Station Stephansplatz hat Vitrinen mit archäologischen Funden, die während des Baus entdeckt wurden und durch Glasscheiben auf der Bahnsteigebene sichtbar sind. Diese sind kostenlos und barrierefrei zugänglich.
Praktische Informationen
- Adresse
- Stephansplatz 3, 1010 Wien
- Öffnungszeiten
- Mo-Sa 9:00-11:30 Uhr & 13:00-16:30 Uhr, So & Feiertage 13:00-16:30 Uhr. Zeiten können bei Gottesdiensten abweichen.
- Eintritt
- Dominneres 7 EUR/Erwachsene, Katakomben 8 EUR/Erwachsene. Kostenlos für Besucherinnen und Besucher mit Behinderung und deren Begleitpersonen.
- Webseite
- Offizielle Webseite
- Zuletzt überprüft
- März 2026 - Quelle: stephanskirche.at, wien.info, TripAdvisor-Bewertungen
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