Überblick
Das Jüdische Museum Berlin ist eines der größten jüdischen Museen Europas. Es befindet sich in einem markanten zickzackförmigen Gebäude des Architekten Daniel Libeskind. Das Museum behandelt zweitausend Jahre jüdisches Leben in Deutschland durch Daür- und Wechselausstellungen. Das Libeskind-Gebäude wurde 2001 eröffnet und von Anfang an barrierefrei gestaltet. Aufzüge erreichen jede Etage, die Flure sind breit, und das Museum bietet Rollstuhlverleih, Tastmodelle und Audioguides an. Es ist eine der barrierefreiesten Kultureinrichtungen Berlins.
Anreise
- U-Bahn: Hallesches Tor (U1, U3) hat einen Aufzug zur Straßenebene. Von der Station ist das Museum in 7 Minuten Rollzeit ostwärts entlang der Lindenstraße erreichbar. Der Gehweg ist gepflastert und flach mit abgesenkten Bordsteinen an Kreuzungen.
- Bus: Die Linien M41 und 248 halten direkt vor dem Museumseingang in der Lindenstraße.
- Barrierefreier Eingang: Der Haupteingang in der Lindenstraße ist stufenlos. Eine automatische Tür führt in die Lobby des barocken Kollegienhauses, das über einen unterirdischen Gang mit dem Libeskind-Gebäude verbunden ist.
Barrierefreiheit
- Der Haupteingang ist stufenlos mit automatischen Türen. Das Personal an der Rezeption hilft bei der Orientierung und stellt einen Museumsplan mit barrierefreien Wegen bereit.
- Aufzüge verbinden alle Etagen im historischen Kollegienhaus und im Libeskind-Gebäude. Die Aufzugtasten haben Braille-Beschriftungen.
- Flure und Galerieräume sind breit genug für eine bequeme Navigation mit dem Rollstuhl, auch bei starkem Besucherandrang.
- Rollstuhlverleih ist kostenlos an der Rezeption möglich. Vergabe nach Verfügbarkeit.
- Tastmodelle der Gebäudearchitektur befinden sich im gesamten Museum und ermöglichen es, das symbolische Design des Gebäudes durch Berührung zu erfassen.
- Audioguides sind im Eintrittspreis enthalten und können im Sitzen genutzt werden.
- Die Daürausstellung behandelt Themen wie Migration, Identität und Kulturgeschichte mit Vitrinen in barrierefreier Höhe.
Der Garten des Exils auf der Erdgeschossebene besteht aus 49 schräg gestellten Betonsäulen auf Kopfsteinpflaster, das bewusst geneigt ist, um Desorientierung zu erzeugen. Dieser Bereich ist für Rollstuhlfahrende schwer zugänglich. Sie können den Garten von innen durch große Fenster im Erdgeschoss betrachten.
Barrierefreie Toiletten
Barrierefreie Toiletten befinden sich auf jeder Etage des Museums. Jede ist mit Haltegriffen, Notfallzügen und ausreichend Wendefläche für einen Standardrollstuhl ausgestattet. Die barrierefreie Toilette im Erdgeschoss in der Nähe der Lobby ist am leichtesten zu finden.
Tipps für Besuchende mit Behinderung
- Der Eintritt beträgt 8 EUR pro Erwachsene. Eine Begleitperson hat freien Eintritt bei Vorlage eines Schwerbehindertenausweises mit "B"-Merkzeichen oder eines gleichwertigen internationalen Behindertenausweises.
- Der Museumsshop im Erdgeschoss ist stufenlos und hat breite Gänge.
- Das Museumscafe (Cafe Schmus) befindet sich im Erdgeschoss mit stufenfreiem Zugang, beweglichen Stühlen und Tischen in Rollstuhlhöhe.
- Planen Sie mindestens 2 bis 3 Stunden für die Daürausstellung ein. Das Gebäude selbst ist Teil des Erlebnisses mit dramatischen Voids, schrägen Wänden und symbolischen Räumen.
- Die drei "Achsen" auf der unterirdischen Ebene (Achse des Exils, Achse des Holocaust, Achse der Kontinuität) sind alle stufenlos und barrierefrei.
- Die Installation Memory Void mit 10.000 eisernen Gesichtern auf dem Boden kann von Rollstuhlfahrenden über eine kleine Rampe am Eingang betreten werden.
- Wochentags vor 12 Uhr ist es am ruhigsten, und es gibt am meisten Platz für die Navigation mit dem Rollstuhl.
Praktische Informationen
- Adresse
- Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin
- Öffnungszeiten
- Täglich 10:00-19:00 Uhr
- Eintritt
- 8 EUR/Erwachsene (ermäßigt 3 EUR, Begleitperson frei mit Schwerbehindertenausweis)
- Webseite
- Offizielle Webseite
- Zuletzt überprüft
- März 2026
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