Busse
Alle Busse sind barrierefrei
Jeder BVG-Bus in Berlin ist ein Niederflurfahrzeug mit Einstiegsrampe. Das bedeutet, dass 100 Prozent des Berliner Busnetzes für Rollstuhlfahrer zugänglich sind. Busse sind oft die zuverlässigste barrierefreie Option, wenn U-Bahn- oder S-Bahn-Stationen in der Nähe Ihres Ziels keinen Aufzug haben.
So steigen Sie ein
- Warten Sie an der Bushaltestelle in der Nähe der vorderen oder mittleren Tür. Die vorgesehene Tür für Rollstuhlfahrer ist bei den meisten Bussen die mittlere Tür (zweite Tür).
- Wenn der Bus ankommt, senkt der Fahrer den Bus mit der Kneeling-Funktion ab, um die Stufenhöhe zu verringern.
- Wenn Sie die Rampe benötigen, signalisieren Sie dem Fahrer, indem Sie gut sichtbar an der mittleren Tür warten. Sie können auch den Rollstuhlknopf an der Außenseite des Busses in der Nähe der mittleren Tür drücken (gekennzeichnet mit dem Rollstuhlsymbol).
- Der Fahrer klappt die Rampe manuell oder elektronisch aus. Bei einigen neüren Bussen fährt die Rampe automatisch aus.
- Steigen Sie ein und positionieren Sie sich auf dem vorgesehenen Rollstuhlplatz in der Nähe der mittleren Tür. Der Platz hat eine Rückenlehne und ist mit dem Rollstuhlsymbol gekennzeichnet.
Vorrangplätze
Der Rollstuhlplatz im Bus wird mit Kinderwagen geteilt. Rollstuhlfahrer haben Vorrang. Wenn der Platz von einem Kinderwagen belegt ist, wird der Fahrer den Kinderwagennutzer bitten, den Kinderwagen zusammenzuklappen oder Platz zu machen. Wenn beide Rollstuhlplätze von anderen Rollstuhlfahrern belegt sind, müssen Sie auf den nächsten Bus warten.
Jeder Bus hat je nach Modell Platz für einen oder zwei Rollstuhlfahrer. Standardbusse haben in der Regel einen Platz, Gelenkbusse zwei.
Aussteigen aus dem Bus
Drücken Sie den Halteknopf mindestens eine Haltestelle vor Ihrem Ziel. Drücken Sie dann den Rollstuhlknopf in der Nähe der mittleren Tür, um den Fahrer darauf aufmerksam zu machen, dass Sie die Rampe beim Aussteigen benötigen. Der Fahrer kommt zur mittleren Tür und klappt die Rampe für Sie aus.
Nützliche Buslinien für Touristen
Mehrere Buslinien fahren an wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei und sind vollständig barrierefrei:
- 100: Fährt vom Zoologischen Garten zum Alexanderplatz und passiert die Siegessäule, das Brandenburger Tor und Unter den Linden. Diese Linie ist wie eine günstige Stadtrundfahrt.
- 200: Eine ähnliche Route wie die 100, vorbei am Potsdamer Platz und dem Kulturforum.
- 300: Verbindet die Philharmonie mit der Warschaür Straße und passiert die Museumsinsel und den Alexanderplatz.
- M41: Fährt vom Hauptbahnhof durch Kreuzberg nach Neukölln, nützlich für die lebhaften südlichen Stadtteile.
- M29: Verbindet den Kurfürstendamm mit Kreuzberg und fährt durch die Gegend um den Checkpoint Charlie.
Nachtbusse
Berlin hat ein umfangreiches Nachtbusnetz (Nachtbus), das fährt, wenn die U-Bahn in den Wochennachten geschlossen ist (etwa 1:00 bis 4:00 Uhr). Nachtbuslinien tragen das Präfix "N". Alle Nachtbusse sind Niederflurfahrzeuge und barrierefrei. Wichtige Nachtlinien folgen den Hauptstrecken der U-Bahn, sodass Sie einen Nachtbus oft als Ersatz für die U-Bahn nach Betriebsschluss nutzen können.
Straßenbahnen
Netzüberblick
Das Berliner Straßenbahnnetz ist eines der größten der Welt mit 22 Linien, die vorwiegend den östlichen Teil der Stadt bedienen. Das Netz umfasst Mitte, Prenzlaür Berg, Friedrichshain, Lichtenberg, Marzahn und weitere östliche Bezirke. Die Straßenbahnen fahren von etwa 4:30 bis 1:00 Uhr, einige Linien am Wochenende rund um die Uhr.
Barrierefreiheit der Straßenbahn
Etwa 95 Prozent der Berliner Straßenbahnflotte besteht aus modernen Flexity-Berlin-Fahrzeugen von Bombardier (jetzt Alstom). Diese sind Niederflurfahrzeuge mit stufenlosem Einstieg an den meisten Haltestellen, einer ausfahrbaren Rampe an der vorderen oder mittleren Tür und einem vorgesehenen Rollstuhlplatz im Inneren.
Die verbleibenden 5 Prozent der Flotte sind ältere Tatra-Bahnen mit Stufen, die für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich sind. Diese älteren Bahnen werden schrittweise ausgemustert. Wenn eine ältere Bahn kommt, warten Sie auf die nächste, die in der Regel ein Flexity-Modell sein wird.
So steigen Sie in die Straßenbahn ein
- Warten Sie an der Haltestelle in der Nähe der vorderen oder mittleren Tür.
- Die meisten Flexity-Bahnen bieten stufenlosen Einstieg: Der Wagenboden ist bündig mit erhöhten Bahnsteighaltestellen, sodass Sie direkt hineinrollen können.
- An Haltestellen ohne erhöhten Bahnsteig nutzen Sie die Rampe. Drücken Sie den Rollstuhlknopf an der Außenseite der Bahn neben der vorgesehenen Tür.
- Die Rampe fährt aus, oder der Fahrer betätigt sie von der Kabine aus.
- Begeben Sie sich zum Rollstuhlplatz, der sich in der Nähe der Tür befindet und mit dem Rollstuhlsymbol gekennzeichnet ist.
Haltestellen der Straßenbahn
Viele Straßenbahnhaltestellen in Berlin wurden mit erhöhten Bahnsteigen umgebaut, die einen stufenlosen Einstieg in die Flexity-Bahnen ermöglichen. An Haltestellen, die noch nicht modernisiert wurden, kann eine kleine Stufe von 3 bis 5 Zentimetern bestehen, die durch die Rampe überbrückt werden kann.
Straßenbahnlinien für Touristen
Die M1 fährt von Mitte nach Prenzlaür Berg und durchquert die lebhafte Kastanienallee. Die Linien M4 und M5 verbinden den Alexanderplatz mit Friedrichshain und der Gegend um die East Side Gallery. Alle diese Linien setzen vorwiegend barrierefreie Flexity-Fahrzeuge ein.
Fahrscheine
Busse und Straßenbahnen nutzen dasselbe integrierte BVG-Tarifsystem wie U-Bahn und S-Bahn. Kaufen Sie Fahrscheine an Automaten an Straßenbahnhaltestellen, über die BVG-App oder beim Busfahrer (nur Bargeld, möglichst Kleingeld). Entwerten Sie Ihren Fahrschein im Fahrzeug, wenn Sie ihn am Automaten gekauft haben.
Ein Einzelfahrschein für den Tarifbereich AB (etwa 3,50 Euro) gilt 2 Stunden für Busse, Straßenbahnen, U-Bahn und S-Bahn. Eine Tageskarte (etwa 9,50 Euro) ist in der Regel die beste Wahl, wenn Sie mehr als zwei Fahrten planen.
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